25. Juli 2019

Seit sechs Generationen Gastfreundschaft im Blut

Seit 150 Jahren wird im Gasthaus Höfchen in Eckfeld Gastfreundschaft großgeschrieben. Dieses Ereignis möchte Familie Schmitz/Bell Anfang August gebührend feiern.

Das Gasthaus Höfchen, zwischen Eckfeld und Buchholz gelegen, kann auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken. 1864 von einem Buchholzer Lehrer erbaut, wurde das Gebäude 1868 an Clemens Hoffmann aus St. Vith verkauft. Damit wurde der Grundstein für die Karriere als Eifeler Gasthaus gelegt: Der geschäftstüchtige Clemens Hoffmann verkaufte fortan jeden Sonntag am nahegelegenen Aussichtspunkt Belvedere den dort rastenden Touristen Kaffee, Kuchen und bier. Dem wurde ein schnelles Ende gesetzt, denn Hoffmann besaß keine Ausschankgenehmigung. Die erhielt die Familie im Jahr 1869 und konnte somit den offiziellen Gaststättenbetrieb im Höfchen beginnen.

Nach Clemens Hoffmann übernahm eines seiner 10 Kinder den Betrieb, Johann Peter Hoffmann. Dieser baute nicht nur eine Außenkegelbahn, sondern wollte auch in der Schnapsbrennerei Fuß fassen. Soweit kam es jedoch nicht, da er zuvor tödlich verunglückte. So führte bis 1930 die Witwe Hoffmann die Geschäfte weiter. Nach Nikolaus und Josef Hoffmann übernahm schließlich Hiltrud Bell, die auch heute noch tatkräftig im Betrieb mithilft, ab 1978 das Gasthaus. 2016 war es dann an der Zeit, das Höfchen an ihre Tochter Nicole Schmitz und damit bereits an die 6. Generation abzugeben.

Die Mischung aus Wandel und Tradition hat dafür gesorgt, dass es das Höfchen auch heute nach 150 Jahren noch gibt. „Wir mussten uns darauf einstellen, dass der Thekenbetrieb weniger und weniger wird. Stattdessen haben wir uns dann auf unser Restaurant konzentriert“, sagt Nicole Schmitz. Für sie ist der Familienzusammenhalt das Erfolgsrezept des Höfchens: „Hier helfen alle: Neffen, Nichten, Geschwister, Tante. Die Gastfreundschaft wird in unserer Familie schon in die Wiege gelegt!“ Besonders die Erfahrung ihrer Eltern Hiltrud und Manfred Bell, die das Gasthaus fast 40 Jahre geführt haben, ist auch heute noch unentbehrlich. Und auch die Gäste wissen diese Unterstützung zu schätzen: „Mein Vater ist bekannt für sein gutes Bier. Viele Leute legen Wert darauf, dass es von ihm gezapft ist!“, verrät Nicole Schmitz. Auch ihr Mann Markus und die beiden Söhne Finn und Mika sorgen für einen reibungslosen Gaststättenbetrieb.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Renovierungsmaßnahmen am Höfchen, unter anderem wurde der Betrieb 1976 um Fremdenzimmer erweitert, die heute noch als Ferienwohnungen bestehen, und eine vollautomatische Kegelbahn wurde gebaut. Doch auch am Höfchen hat man mit den Problemen der Gastronomiebranche zu kämpfen: Gutes Personal zu finden ist sehr schwierig. Deshalb wünscht sich Nicole Schmitz für die Zukunft vor allem, dass das Team so erhalten bleibt, wie es ist. Denn mit dem guten Service steht und fällt der Erfolg des Gasthauses.

Die Gastgeberfamilie lädt herzlich dazu ein, das Jubiläum gemeinsam am 3. und 4. August in Eckfeld zu feiern. An beiden Tagen sorgt musikalische Unterhaltung für einen festlichen und geselligen Abend. Ein Teil des Erlöses geht an den Kinderschutzbund. Das gesamte Programm gibt es hier:

Foto: © Gasthaus Höfchen




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