13. März 2019

Auslandsmärkte und Städtetourismus im Jahr 2018

Auslandsnachfrage endlich wieder im Plus

Nach Rheinland-Pfalz kamen im Jahr 2018 rund 1,9 Mio. ausländische Gäste, die rund 5,3 Mio. Übernachtungen in den gewerblichen Betrieben im Bundesland generierten (ohne Privatvermieter). Dies entspricht einem Zuwachs von 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr – nach zwei Jahren mit rückläufigen Zahlen ein erfreuliches Ergebnis (ohne Privatvermieter, Bundesdurchschnitt: +4,5 %). Beim Marktanteil der ausländischen Übernachtungen liegt Rheinland-Pfalz unter den Flächenbundesländern mit 23,5 % weiter knapp an erster Stelle gefolgt von Hessen (23,3 %).

Die Niederlande bleiben weiterhin mit deutlichem Abstand der Top-Auslandsquellmarkt für Rheinland-Pfalz. Wie bereits in den Vorjahren verzeichnete dieser Markt 2018 leichte Verluste. (inkl. Privatvermieter). Auch Belgien auf Platz zwei verliert weiter. Der Überseemarkt USA auf Platz drei hingegen wächst weiter und erreicht mit +10,0 % erneut eine neue Bestmarke. Auch deutschlandweit erreicht dieser Markt weiterhin hohe Wachstumsraten (+7,1 %), was von der Beliebtheit Deutschlands als Reiseziel für US-Amerikaner zeugt. Erfreulich: Nach vier Jahren mit stetigen Rückgängen kann der auf Platz vier liegende britische Markt endlich mit +1,6 % wieder ein positives Ergebnis erzielen. Auch Frankreich auf Platz fünf rutscht mit einem deutlichen Plus von 6,6 % nach Verlusten im Vorjahr wieder in die Gewinnzone.

Polen, im letzten Jahr noch der Shooting-Star unter den Top-10-Auslandsmärkten, büßt einen Teil der Gewinne aus dem Vorjahr wieder ein (-6,3 %). Da bei diesem Markt auch berufliche Motive wie Saisonkräfte immer eine Rolle spielen, sind diese Zahlen mit Blick auf die Betriebstypen und konkreten Zielorte genau zu hinterfragen. Auch der österreichische Markt, der im Vorjahr bei der Dynamik der Top-10-Märkte noch auf Platz zwei lag, verlor 2018 ebenfalls leicht (-1,2 %).

Fünf der Regionen konnten 2018 Übernachtungszuwächse aus dem Ausland verzeichnen: die Pfalz (+12,1 %), Westerwald-Lahn (+8,3 %) Rheinhessen (+6,4 %), Mosel-Saar (+3,9 %) und das Rheintal (+1,6 %). Im Naheland waren die Verluste besonders groß, hier fielen etwas mehr als ein Drittel der Ausländerübernachtungen (-36,3 %) der Ausländerübernachtungen weg. In den Regionen Hunsrück (-3,0 %), Eifel (-2,3 %) und Ahr (-2,4 %) waren die Verluste deutlich geringer. Die höchsten Ausländeranteile an den Übernachtungen werden im Hunsrück (34,6 %) erzielt, gefolgt von Mosel-Saar (32,1 %) und der Eifel (28,8 %).

 

Romantic Cities: Fünf von sechs Städten im Plus

Städtetourismus als Wachstumstreiber: Sowohl bei inländischen und insbesondere bei ausländischen Gästen ist Städteurlaub beliebt. Und hier hat Rheinland-Pfalz viel zu bieten: Der Wormser und der Speyerer Dom, die Porta Nigra in Trier oder Koblenz, wo Rheinromantik und Historie aufeinandertreffen, locken eine Vielzahl an Gästen nach Rheinland-Pfalz. Durch die Städtekooperation Romantic Cities werden die Städte des Bundeslandes durch gemeinsame Marketingmaßnahmen sowohl im In- als auch im Ausland besser wahrgenommen.

Für die Mitglieder der Städtekooperation Romantic Cities war 2018 mehrheitlich ein gutes Jahr. Bis auf Mainz schlossen alle das Jahr mit einem Besucherplus ab, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Trier schwimmt auf der Erfolgswelle der letzten Jahre weiter und kann erneut ein sehr gutes Ergebnis aufweisen (+5,3 %).

Auch deutschlandweit wuchs die Beliebtheit der Städte bei Übernachtungsgästen weiter. In Großstädten mit 100.000 und mehr Einwohnern lag die Wachstumsrate mit +4,9 % über der von Deutschland insgesamt (+4,0 %, ohne Privatvermieter). Vor dem Hintergrund der großen Konkurrenz im Städtetourismus sind jedoch alle Städte weiter gefragt, mit qualitativ hochwertigen Angeboten und neuen Ideen Gäste zu gewinnen.

 

 

Wissenschaftliche Beratung:
dwif-Consulting GmbH
Anja Schröder, Karsten Heinsohn




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